Statuten

Es folgt ein Auszug der originalen Statuten. Gültigkeit hat nur das originale Statut des Vereins.
ZENTRALES VEREINSREGISTER: 1107536677

§ 1 – Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

Der Verein ist eine Vernetzungs- und Wissenstransfer-Plattform und führt den Namen „KATRISK – Gesellschaft für Risiko- und Katastrophenmanagement“.

Kurzform: KATRISK

KATRISK ist eine Wortzusammensetzung aus „Katastrophenmanagement“ und „Risikomanagement“

Er hat seinen Sitz in Mondsee, Oberösterreich und erstreckt seine Tätigkeit auf die ganze Welt.

Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.

§ 2 – Zweck des Vereins

  1. Die Tätigkeit des Vereins ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.
  2. Der Verein ist gemeinnützig gemäß §§ 35 ff. BAO.
  3. Austauschs von wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen und Neuerungen.
  4. Beleuchtung und Reflexion von aktuell gesetzten Standards, zum Thema Risikoprävention und Katastrophenmanagement und deren Themenverwandtschaften.
  5. Wissensaustausch zu aktuellen Standards zu Risiko- und Katastrophenmanagement in der Privatwirtschaft und Erstellen von daraus abgeleiteten Reflexionen und Empfehlungen, zur Weiterentwicklung der bestehenden Standards im privatwirtschaftlichen Vorgehen.

§ 3 – Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

  1. Organisation von Vernetzungstreffen und -tagungen, in denen Informationen zum Fachgebiet gemäß § 2, Abs. 3 ff untereinander ausgetauscht und fachrelevante Tätigkeiten vorgestellt und in aufgearbeitet werden.
  2. Herausgabe von internen und externen Informationsmaterialen, Druckschriften oder multimedialen Publikationen, insbesondere von Broschüren, Foldern, Flugzetteln, Thesen- und Informationspapieren, in welchen Inhalte nach § 2 Abs. 3 ff diskutiert, entwickelt und publiziert werden.
  3. Die finanzielle Basis des Vereins bilden
    • Die jährliche Einhebung von Mitgliedsbeiträgen nach § 4 von
      • €75.- für ordentliche Mitglieder als natürliche Personen,
      • €180.- für ordentliche Mitglieder als juristische Personen,
      • €50.- für außerordentliche Mitglieder nach § 4 Abs. 2 und
    • die Möglichkeit der freiwilligen Spende von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern, zur Unterstützung des Vereinszwecks.
    • Ehrenmitglieder sind von den Mitgliedsbeiträgen entbunden.

§ 4 – Arten der Mitgliedschaft

Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder.

  1. Ordentliche Mitglieder sind
    • a) Personen mit Abschluss eines Studiums oder Universitätslehrganges für Risikomanagement/Risikoprävention und Katastrophenmanagement als Haupt- oder wesentliche Nebeninhalte und
    • b) Personen mit erfolgter Absolvierung der aktuellen Ausbildungsmodule des SKKM (österreichisches staatliches Krisen- und Katastrophenmanagement).
    • c) Personen ohne Abschluss nach § 4 Abs. 1a, die eine einschlägige Tätigkeit und Erfahrung im Bereich der Risikoprävention und des Katastrophenmanagements nachweisen, oder eine einschlägige berufliche oder vereinsmäßige Tätigkeit ausüben.
  2. Außerordentliche Mitglieder sind Personen die sich inmitten einer Ausbildung analog zu § 4 Abs. 1a f. befinden, aber noch keinen Abschluss nachweisen können.
  3. Ehrenmitglieder sind Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein, oder besonderer Verdienste im Bereich des Risiko- und Katastrophenmanagements ernannt werden.

§ 5 – Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können alle natürlichen Personen werden, die einen entsprechenden Hintergrund nach § 4 Abs. 1 und 2 und juristischen Personen mit entsprechenden Hintergrund nach § 4 Abs. 1 mit sich bringen und einen Antrag auf Mitgliedschaft beim Vereinsvorstand einbringen.
  2. Juristische Personen haben die Möglichkeit zwei Delegierte, jedenfalls aber einen Delegierten/eine Delegierte, als Interessensvertreter zu benennen.
  3. Über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vereinsvorstand. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.
    • Bis zur Entstehung des Vereins erfolgt die vorläufige Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern durch die Vereinsgründer, im Fall eines bereits bestellten Vorstands durch diesen. Diese Mitgliedschaft wird erst mit Entstehung des Vereins wirksam. Wird ein Vorstand erst nach Entstehung des Vereins bestellt, erfolgt auch die (definitive) Aufnahme ordentlicher und außerordentlicher Mitglieder bis dahin durch die Gründer des Vereins. Mitgliedsbeiträge sind in jedem Fall erst nach Entstehung des Vereins einzuheben.
    • Die Gründer des Vereins und der berufene oder bereits in Kraft gesetzte Vereinsvorstand sind, auch ohne den Hintergrund nach § 4, automatisch ordentliche Mitglieder.
  4. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Generalversammlung.

§ 6 – Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Tod (bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit), durch freiwilligen Austritt, durch Streichung oder durch Ausschluss. Auch nach der Beendigung der Mitgliedschaft durch Austritt, Streichung oder Ausschluss bleibt die Verpflichtung, ausständige Mitgliedsbeiträge nachzuzahlen, bestehen.
  2. Der freiwillige Austritt steht jedem Mitglied jederzeit frei, ist jedoch dem Vereinsvorstand schriftlich mitzuteilen. Der Mitgliedsbeitrag ist für das Jahr des Austrittes letztmalig zu entrichten. Der Austritt entbindet nicht von der Bezahlung aller noch offenen Mitgliedsbeiträge sowie der Erfüllung aller sonstigen Pflichten gegenüber dem Verein (z.B. Rückgabe allfällig entlehnten Vereinseigentums).
  3. Ein Mitglied wird vom Vereinsvorstand gestrichen, sobald der Mitgliedsbeitrag trotz einer vorhergehenden Mahnung nicht bis zu einem vom Vereinsvorstand für alle Mitglieder festgesetzten Zeitpunkt einbezahlt wurde. Die Streichung ist über Einspruch des gestrichenen Mitgliedes und nach Bezahlung des fälligen Mitgliedsbeitrages sofort rückgängig zu machen. 
  4. Der Ausschluss eines Mitgliedes aus dem Verein kann vom Vereinsvorstand wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten oder sonstigem vereinsschädigenden Verhalten beschlossen werden. Gegen den Ausschluss durch den Vereinsvorstand ist jedoch die Berufung an die Generalversammlung innerhalb eines Monats nach Erhalt einer Ausschlussmitteilung zulässig. Bis zur endgültigen Entscheidung ruhen die Mitgliedsrechte. Der Wiedereintritt nach einem Ausschlussverfahren bedingt eine Wartezeit von mindestens einem Jahr und kann schriftlich beim Vereinsvorstand oder der Generalversammlung beantragt werden. Der Antrag auf Wiedereintritt ist an jenes Organ zu stellen, das den endgültigen Ausschluss entschieden hat.
  5. Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 4 genannten Gründen von der Generalversammlung, auf Antrag des Vereinsvorstandes, erfolgen. Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft bedeutet gleichzeitig den Ausschluss aus dem Verein nach Abs. 4.

§ 7 – Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitglieder des Vereines sind berechtigt:
    • An allen Veranstaltungen und Arbeitsgruppen des Vereines teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereines zu beanspruchen;
    • In der Generalversammlung ihr aktives und passives Wahlrecht wahrzunehmen;
    • In jeder Generalversammlung vom Vereinsvorstand über die Tätigkeit sowie die finanzielle Gebarung des Vereins informiert zu werden. Wenn es mindestens ein Drittel der Mitglieder unter Angabe von Gründen verlangt, so hat der Vorstand diese auch außerhalb der Generalversammlung binnen vier Wochen zu informieren.
    • Nach Möglichkeit hat der Vereinsvorstand einen jährlichen Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit des Vereins vorzulegen, der an alle Mitglieder ausgesandt wird.
  2. Jedes Mitglied verpflichtet sich durch den Beitritt:
    • Die Interessen des Vereines nach Kräften zu fördern sowie alles zu unterlassen, worunter das Ansehen und der Zweck des Vereines leiden könnten;
    • Zur Befolgung der Vereinsstatuten sowie der Beschlüsse von Organen des Vereins;
    • Die vom Vereinsvorstand festgesetzten Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge pünktlich zu entrichten, wobei Ehrenmitglieder von der Pflicht zur Entrichtung dieser Gebühren und Beiträge befreit sind;
    • Vereinsinterne Streitfälle dem Schiedsgericht zu unterstellen.

§ 8 – Organe des Vereins

  1. Die Organe des Vereins sind:
    • die Generalversammlung, die sich aus allen ordentlichen Mitgliedern und Ehrenmitgliedern zusammensetzt
    • der Vereinsvorstand (min. 3) bestehend aus ungerader Anzahl
      • Ein Vorstandsvorsitzender (Obmann/Obfrau) und zwei Stellvertreter
      • Kooptierte Vorstandsmitglieder
    • die Vereinskontrolle
      • Zwei Kassaprüfer
    • und das Schiedsgericht
    • Jedes Organ kann für sich entsprechend seiner Aufgaben eine Geschäftsordnung festlegen, wobei ein Geschäftsordnungsbeschluss einer Mehrheit von zwei Drittel aller Stimmen bedarf.

§ 9 – Zusammenstellung und Aufgaben der Generalversammlung

  1. Höchstes willensbildendes Organ des Vereins ist die Generalversammlung. Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Eine ordentliche Generalversammlung ist vom Vereinsvorstand alle fünf Jahre einzuberufen.
    • Eine außerordentliche Generalversammlung hat auf Beschluss des Vereinsvorstand mit Einstimmigkeit oder wenn mindestens ein Zehntel (nach dem Vereinsgesetz 2002) der Mitglieder des Vereins dies vom Vereinsvorstand verlangt, stattzufinden. In diesem Falle ist die Generalversammlung spätestens nach acht Wochen abzuhalten.
  2. Die Generalversammlung besteht aus den ordentlichen Delegierten, Gastdelegierten und Besucherinnen und Besuchern:
    • Ordentliche Delegierte: Alle ordentlichen Mitglieder des Vereins sind ordentliche Delegierte. Die Generalversammlung kann zu Beginn mit einer qualifizierten Mehrheit von zwei Drittel aller Stimmen auch Ausnahmen von dieser dreimonatigen Frist beschließen. Die Mitglieder des Vereinsvorstandes und der Vereinskontrolle sind automatisch ordentlich delegiert.
      Die ordentlichen Delegierten haben auf der Generalversammlung das Stimm- und Rederecht.
    • Gastdelegierte: Die Ehrenmitglieder des Vereins sind jedenfalls Gastdelegierte zur Generalversammlung, soweit sie nicht bereits ordentliche Delegierte sind. Darüber hinaus kann der Vereinsvorstand Vertreter und Vertreterinnen anderer Vereine und Organisation mit thematisch ähnlichem Hintergrund, die Ziele im Sinne des § 2 verfolgen, als Gastdelegierte einladen.
      Die Gastdelegierten haben auf der Generalversammlung das Rederecht.
    • Besucherinnen und Besucher: Alle anderen Mitglieder des Vereins sind berechtigt an der Generalversammlung teilzunehmen. Außerdem kann der Vereinsvorstand andere Personen (z.B. Medienvertreter und -vertreterinnen, Vertreter und Vertreterinnen anderer Organisationen oder Vereine) zum Besuch der Generalversammlung einladen.
      Der Vereinsvorstand kann diesen Rederecht erteilen.
  3. Die Einberufung einer Generalversammlung hat spätestens vier Wochen vor dem festgesetzten Termin durch eine schriftliche Einladung an alle Mitglieder des Vereins unter Bekanntgabe der geplanten Tagesordnung zu erfolgen.
  4. Antragsberechtigt zur Generalversammlung sind der Vereinsvorstand, die Vereinskontrolle, sowie alle ordentlichen Delegierten. Anträge an die Generalversammlung, ausgenommen jene des Vereinsvorstandes, müssen spätestens zwei Wochen vor der Generalversammlung beim Vereinsvorstand einlangen. Der Vereinsvorstand hat der Generalversammlung alle Anträge in geeigneter Form (Tagungsunterlagen) vorzulegen, wobei er Empfehlungen zur Antragsbehandlung abgeben und gegebenenfalls eine erweiterte Tagesordnung vorschlagen kann. Die Zulassung eines Antrages, der nach dieser Frist oder direkt auf der Generalversammlung gestellt wurde, bedarf der Zustimmung der Generalversammlung mit einfacher Mehrheit, außer es handelt sich um einen Abänderungsantrag zu einem bereits zugelassenen Antrag.
  5. Stimmberechtigt sind alle ordentlichen Delegierten. Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte aller ordentlichen Delegierten beschlussfähig. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, so findet die Generalversammlung 30 Minuten später mit der gleichen Tagesordnung statt und ist dann jedenfalls beschlussfähig.
  6. Der Beschluss und die Änderung der Tagesordnung bedürfen einer qualifizierten Mehrheit von zwei Drittel aller abgegebenen Stimmen. Gültige Beschlüsse können nur zur festgelegten beziehungsweise durch die Generalversammlung geänderten Tagesordnung gefasst werden. Anträge zur Geschäfts- und Tagesordnung sind jederzeit möglich.
  7. Die Leitung der Generalversammlung obliegt dem Tagungspräsidium, das vom Vereinsvorstand vorgeschlagen und zu Beginn mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt wird. Die Feststellung der Anwesenheit und der Beschlussfähigkeit, sowie die Wahl des Tagungspräsidiums obliegt der Generalversammlung.
  8. Der Generalversammlung obliegen die ihr durch dieses Statut übertragenen Aufgaben, insbesondere:
    • Entgegennahme und Genehmigung des vom Vereinsvorstand erstellten Rechenschaftsberichtes und Rechnungsabschlusses sowie des von der Vereinskontrolle erstellten Kontrollberichtes;
    • Wahl, Enthebung sowie Entlastung der Mitglieder des Vereinsvorstandes und der Vereinskontrolle;
    • Endgültige Entscheidung über Berufungen gegen Ausschlüsse von der Mitgliedschaft
    • Beratung und Beschlussfassung über die zur Verhandlung kommenden Anträge sowie über alle sonstigen auf der Tagesordnung stehenden Fragen;
    • Beschlussfassung über Änderungen der Vereinsstatuten mit einer qualifizierten Mehrheit von zwei Drittel aller Stimmen;
    • Beschlussfassung über die freiwillige Auflösung des Vereines mit einer qualifizierten Mehrheit von vier Fünftel aller abgegebenen Stimmen, im Rahmen einer eigens dazu einberufenen Generalversammlung.
  9. Die Generalversammlung entscheidet bei Abstimmungen zu den lit. a bis d mit einfacher Mehrheit, wobei ein Antrag bei Stimmengleichheit als abgelehnt gilt.
  10. Die Beschlüsse der Generalversammlung sind für alle Organe und Mitglieder des Vereins verbindlich.

§ 10 – Zusammenstellung und Aufgaben des Vereinsvorstandes

  1. Der Vereinsvorstand besteht aus den folgenden drei stimmberechtigen Mitgliedern:
    • Obmann/Obfrau;
    • Zwei stellvertretende Obmänner/Obfrauen;
      • Die Stellvertreter/innen sind gleichberechtigt und teilen sich besondere Obliegenheiten untereinander auf. Bei Uneinigkeit entscheidet der Obmann/die Obfrau über die Aufteilung der Obliegenheiten.

sowie aus allenfalls kooptierten, nicht stimmberechtigten Mitgliedern. Die stimmberechtigten Mitglieder des Vereinsvorstandes sind berechtigt, an allen Sitzungen des Vereins mit beratender Stimme teilzunehmen.

  1. Der Vereinsvorstand wird von der Generalversammlung gewählt (§9 Abs. 8 lit. b), wobei der scheidende Vereinsvorstand der Generalversammlung einen gemeinsamen Wahlvorschlag unterbreiten kann. Bewerbungen sind bis spätestens zwei Wochen vor der Generalversammlung beim Vereinsvorstand einzureichen.
  2. Die Funktionsdauer des Vereinsvorstandes beträgt fünf Jahre, wobei eine Wiederwahl für alle Funktionen uneingeschränkt möglich ist.
  3. Außer durch Tod oder den Ablauf der Funktionsperiode, erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung (lit. a) oder Rücktritt (lit. b):
    • Enthebung:
      Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Der Vereinsvorstand kann bei Gefahr im Verzug, gemeinsam mit der Vereinskontrolle, einzelne Mitglieder des Vereinsvorstandes entheben (§ 13 Abs.1).
    • Rücktritt:
      Die Vereinsvorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vereinsvorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vereinsvorstandes an die Generalversammlung zu richten. 
    • Nachbesetzung:
      Beim Ausscheiden eines einzelnen stimmberechtigten Vereinsvorstandsmitglieds und der gleichzeitigen Unterschreitung der Mindestzahl von drei stimmberechtigten Mitgliedern des Vereinsvorstands, hat der Vereinsvorstand gemeinsam mit der Vereinskontrolle für die Dauer bis zur nächsten Generalversammlung ein anderes wählbares Mitglied des Vereines zum Vereinsvorstandsmitglied zu bestellen (§13 Abs. 2 und 3). Keinesfalls darf der Vereinsvorstand durch Neubestellung die Anzahl der auf der Generalversammlung gewählten Mitglieder des Vereinsvorstands überschreiten. Fällt der gesamte Vorstand überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, ist die Vereinskontrolle verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zur Wahl eines neuen Vorstandes einzuberufen.
    • Kooptierung:
      Der Vereinsvorstand kann jederzeit nicht stimmberechtigte Mitglieder kooptieren, die mit beratender Stimme an den Vorstandssitzungen teilnehmen.
  4. Der Vorstand ist in regelmäßigen Abständen – jedenfalls aber 4 Mal im Jahr – sowie auf Wunsch von einem Drittel seiner Mitglieder binnen vier Wochen einzuberufen. Die Einberufung führt der Obmann/die Obfrau beziehungsweise in dessen/deren Namen ein/eine Stellvertreter/in schriftlich oder in anderer nachweislicher Form durch. Sind alle drei verhindert, so kann jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vereinsvorstand einberufen.
  5. Den Vorsitz führt die Obfrau/der Obmann, im Falle einer Verhinderung ein Vorstandsmitglied, dass zu Beginn der Sitzung mit einfacher Mehrheit zu bestimmen ist. Der Stellvertreter/innen unterstützen den Vorsitzenden/die Vorsitzende bei der Durchführung der Sitzungen. Der Vereinsvorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder nachweislich eingeladen wurden und mindestens die Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Der Vereinsvorstand kann zu seinen Sitzungen Experten/Expertinnen und Gäste mit beratender Stimme einladen, wobei im Zweifelsfall eine einfache Mehrheit seiner stimmberechtigten Mitglieder zustimmen muss.
  6. Dem Vereinsvorstand obliegt die Leitung des Vereins unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Generalversammlung. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch diese Statuten einem anderen Organ zugewiesen sind. Der Vereinsvorstand bestimmt die laufende Arbeit des Vereins. Der Vereinsvorstand entscheidet, so nichts anderes bestimmt ist, mit einfacher Mehrheit seiner stimmberechtigten Mitglieder, wobei ein Antrag bei Stimmengleichheit als abgelehnt gilt. Die Beschlüsse des Vereinsvorstands sind für alle Organe des Vereins verbindlich. Anträge an den Vereinsvorstand können von allen Mitgliedern des Vereins gestellt werden.
    In den Wirkungsbereich des Vereinsvorstands fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
    • Erstellung des Jahresvoranschlages sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses des Vereins;
    • Finanzgebarung und Verwaltung des Vermögens des Vereins;
    • Entscheidung über Aufnahme, Ausschluss und Streichung von Mitgliedern des Vereins;
    • Kooptierung von nicht-stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern;
    • Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins;
    • Abschluss von Mietverträgen oder sonstigen langfristigen (vertraglichen) Verpflichtungen, deren zeitliches Ausmaß zwölf Monate überschreitet;
    • Entscheidung über sonstige finanzielle Aufwendungen;
    • Entscheidung über Delegierungen zu Konferenzen oder sonstigen Veranstaltungen, in denen der Name des Vereins vertreten werden soll;
    • Entscheidung über die Herausgabe von Druckschriften, Medien usw.;
    • Einberufung der ordentlichen und mit einer Mehrheit von zwei Drittel der außerordentlichen Generalversammlungen (§ 9 Abs. 1) sowie deren Vorbereitung;
    • Information über die Tätigkeit und die finanzielle Gebarung des Vereins binnen vier Wochen (§ 7 Abs. 1)
    • Festlegung von Inhalten von Netzwerktreffen;
    • Einberufung und Ausschreibung von Netzwerktreffen und sonstigen Veranstaltungen des Vereins;
  7. Zur Bearbeitung bestimmter Themen kann der Vereinsvorstand Arbeitskreise einrichten und auch wieder auflösen;

§ 11 – Besondere Obliegenheiten einzelner Vereinsvorstandsmitglieder

  1. Die Obfrau/der Obmann führt gemeinsam mit den Stellvertretern/Stellvertreterinnen die laufenden Geschäfte und vertritt den Verein gemeinsam mit diesen nach außen, vor allem auch gegenüber Behörden oder dritten Personen. Wichtige – insbesondere verbindliche Schriftstücke – sind vom Obmann/von der Obfrau gemeinsam mit mindestens einem Stellvertreter/einer Stellvertreterin zu unterfertigen (für die finanzielle Zeichnungsberechtigung gilt Abs. 4). Bei Gefahr im Verzug sind sie gemeinsam berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich des Vereinsvorstandes fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen, wobei diese der nachträglichen Genehmigung des Vereinsvorstandes bedürfen.
  2. Im Falle einer längerfristigen Verhinderung wird die Obfrau/der Obmann durch einen der Stellvertreter/Stellvertreterinnen, vertreten. Sind auch diese daran gehindert, so hat der Vereinsvorstand aus seinen Reihen entsprechende Stellvertreter/Stellvertreterinnen zu bestimmen.
  3. Die Stellvertreter/Stellvertreterinnen führen mit dem Obmann/der Obfrau die laufenden Vereinsgeschäfte. Ihnen obliegen insbesondere die organisatorische Abwicklung der Sitzungen des Vereinsvorstandes und der Generalversammlung, sowie die Führung ihrer Protokolle, die Mitgliederverwaltung sowie alle sonstigen organisatorischen oder administrativen Aufgaben zur Unterstützung des Vereinsvorstandes, beziehungsweise zur Vollziehung seiner Beschlüsse und zur Wahrnehmung der laufenden Geschäfte. Außerdem sind sie für die ordnungsgemäße Geldgebarung (Buch- und Haushaltung) sowie für die Finanzentwicklung des Vereines verantwortlich und haben dabei den Jahresvoranschlag zu koordinieren sowie für dessen Umsetzung zu sorgen.
  4. Die Zeichnungsberechtigung in finanziellen Angelegenheiten wie insbesondere Veranlassung von Buchungen erfolgt nach dem Vier-Augen-Prinzip, sodass jede rechtsverbindliche Unterschrift von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern zu erfolgen hat, wobei zumindest eine der beiden Unterschriften vom Obmann/der Obfrau geleistet werden muss.
  5. Die Geschäftsordnung des Vereinsvorstandes kann nähere Bestimmungen zur inneren Aufgabenverteilung festlegen.

§ 12 – Enthebung und Nachbesetzung einzelner Vereinsvorstandsmitglieder

  1. Der Vereinsvorstand und die Vereinskontrolle können bei Gefahr im Verzug einzelne Mitglieder des Vereinsvorstandes entheben. Dazu bedarf es der einstimmigen Zustimmung der Vereinskontrolle sowie einer qualifizierten Mehrheit von zwei Drittel aller stimmberechtigten Mitglieder des Vereinsvorstandes. Außerdem ist dem betreffenden Mitglied des Vereinsvorstandes ausreichend Möglichkeit zur Rechtfertigung zu geben.
  2. Der Vereinsvorstand und die Vereinskontrolle können beim Ausscheiden eines stimmberechtigten Vereinsvorstandsmitgliedes, oder eines Mitgliedes der Vereinskontrolle, für die Dauer bis zur nächsten Generalversammlung eine Vertretung bestellen.
  3. Sollte die Mindestanzahl der Vorstandsmitglieder oder der Mitglieder der Vereinskontrolle unterschritten werden, sind Vereinsvorstand und Vereinskontrolle dazu verpflichtet, eine Vertretung zu bestellen.

§ 13 – Vereinskontrolle

  1. Die Vereinskontrolle besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Diese werden von der Generalversammlung für die Funktionsdauer des Vereinsvorstandes gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder der Vereinskontrolle sind berechtigt, an allen Vorstandssitzungen mit beratender Stimme teilzunehmen.
  2. Der Vereinskontrolle obliegt die laufende Geschäftskontrolle, die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie hat zu jeder Generalversammlung einen Kontrollbericht über die Arbeit der Organe des Vereins, insbesondere über die finanzielle Gebarung, vorzulegen und bei ordnungsgemäßer Geschäftsführung der Generalversammlung die Entlastung des Vereinsvorstandes zu empfehlen. Können sich die Mitglieder der Vereinskontrolle nicht auf einen gemeinsamen Bericht einigen, so können getrennte Berichte vorgelegt werden.
  3. Die Funktion eines Mitgliedes der Vereinskontrolle endet durch Rücktritt, Tod oder Ablauf der Funktionsperiode. Im Falle des vorzeitigen Ausscheidens eines Mitgliedes der Vereinskontrolle und der gleichzeitigen Unterschreitung der Mindestzahl von zwei Mitgliedern der Vereinskontrolle, hat der Vereinsvorstand und die Vereinskontrolle für die Dauer bis zur nächsten Generalversammlung eine Vertretung zu bestellen. Keinesfalls darf die Vereinskontrolle durch Neubestellung die Anzahl der auf der Generalversammlung gewählten Mitglieder der Vereinskontrolle überschreiten.
  4. Bei der Bestellung der Vereinskontrolle ist auf die nötige wirtschaftliche Kompetenz zu achten.

§ 14 – Schiedsgericht

  1. Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das Schiedsgericht einzuberufen.
  2. Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Mitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil beim Vereinsvorstand schriftlich die Einberufung des Schiedsgerichtes beantragt und ein ordentliches Mitglied als Schiedsrichter/Schiedsrichterin namhaft macht. Über schriftlich und eingeschrieben ergangene Aufforderung durch den Vereinsvorstand, die binnen sieben Tagen zu ergehen hat, macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein ordentliches Mitglied als Schiedsrichter/Schiedsrichterin namhaft. Nach Verständigung durch den Vereinsvorstand wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter/Schiedsrichterinnen binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zur/zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Unterbleibt die Namhaftmachung eines/einer Vorsitzenden, geht das Benennungsrecht auf den Vereinsvorstand über.
  3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig. Das Schiedsgericht hat seine Verhandlungen zu protokollieren, seine Entscheidung schriftlich zu begründen und dem Protokoll auch die Stellungnahmen beider Parteien anzufügen, wobei es dafür eine Schriftführerin/einen Schriftführer nominieren muss, die/der im Zweifelfalle die/der Vorsitzende selbst ist.

§ 15 – Konstituierung des Vereines

  1. Die Einberufung zur konstituierenden Generalversammlung des Vereins erfolgt durch die Gründungsmitglieder. Dabei sind alle Mitglieder bzw. vorläufigen Mitglieder des Vereins einzuladen.
  2. Von der konstituierenden Generalversammlung sind folgende Beschlüsse zu fassen:
    1. Beschluss des Vereinsstatutes und allfälliger Änderungen;
    1. Wahl des Vereinsvorstandes sowie der sonstigen Funktionäre auf Grund eines gemeinsamen Vorschlages der Gründungsmitglieder.
  3. Unmittelbar nach der konstituierenden Generalversammlung hat der gewählte Vereinsvorstand zusammenzutreffen und die allfällige Aufnahme neuer Mitglieder des Vereins vorzunehmen. Danach können der Vereinsvorstand und die sonstigen Organe des Vereins ihre Arbeit aufnehmen.

§ 16 – Auflösung des Vereines

  1. Die freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen, außerordentlichen Generalversammlung und nur mit einer qualifizierten Stimmenmehrheit gemäß §9 Abs. 8 lit. f beschlossen werden.
  2. Im Falle einer freiwilligen Auflösung hat die Generalversammlung auch über die Liquidation des Vereinsvermögens zu beschließen. Insbesondere hat sie Beschluss darüber zu fassen, wem das nach Abdecken aller Passiva verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen ist. Dieses Vermögen darf in keiner wie auch immer gearteten Form den Vereinsmitgliedern zugutekommen, sondern ist einer Organisation zu übergeben, die gemeinnützige oder mildtätige Zwecke im Sinne der §§ 34 ff. BAO verfolgt, wobei diese Organisation nach Möglichkeit gleiche oder ähnliche Zwecke wie der aufzulösende Verein verfolgen sollte.

Der letzte Vereinsvorstand muss die freiwillige Auflösung schriftlich bei der Vereinsbehörde anzeigen und hat für die gegebenenfalls notwendige Veröffentlichung zu sorgen.

§ 17 – Schlussbestimmungen

  1. Dieses Statut tritt mit der Annahme durch die konstituierende Generalversammlung in Kraft. Eine Änderung bedarf einer qualifizierten Mehrheit in der Generalversammlung gemäß § 9 Abs. 8 lit. e.
  2. Die rechtlich notwendigen Meldungen an die gemäß Vereinsgesetz zuständige Vereinsbehörde, insbesondere Wahlanzeige (Vereinsvorstand), Umbildungsanzeige (Vereinsstatuten), Anzeige der Verlegung des Vereinssitzes oder Anzeige der freiwilligen Auflösung des Vereines haben der Obmann/die Obfrau und die Stellvertreter/Stellvertreterinnen binnen vier Wochen durchzuführen.
  3. Soweit dieses Status keine näheren Bestimmungen enthält, gelten jeweilige gesetzliche Regelungen.
  4. Bestimmungen dieses Status, die gesetzlichen Regelungen widersprechen, sind als ungültig zu erachten und können nicht angewendet werden.

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